Kleine Kräuterkunde

Griechischer Bergtee (Sideritis syriaca)   

Er benötigt eine freie, vollsonnige Lage, mageren bis leicht kalkhaltigen, durchlässigen Boden. Keine Staunässe! Nach meiner Erfahrung ist der Bergtee sogar winterhart. Ein leichter Frostschutz, vor allem für noch kleine Pflanzen ist aber zu empfehlen.

Geerntet werden die Blütenrispen, wenn die ersten Blüten geöffnet sind. Diese lassen sich leicht trocknen.

Eine Teezubereitung schmeckt angenehm aromatisch und würzig und kann aus dem frischen wie dem getrockneten Kraut erfolgen. (10 Minuten leicht köcheln lassen)

Der Griechische Bergtee enthält antibakterielle und entzündungshemmende Wirkstoffe und findet bei Erkältungskrankheiten Anwendung.


Rotsonnenhut (Echinacea angustifolia)

Der Rote Sonnenhut ist eine Heilpflanze der Indianer Nordamerikas. Als Zierpflanze in unseren Gärten lockt er Bienen und Schmetterlinge, aber auch in der kalten Jahreszeit so manches Vöglein an, die sich an den reifen Samen laben.

Nicht nur als Zier-, sondern auch als Heilpflanze, hat der Rotsonnenhut so einiges zu bieten. Am bekanntesten ist wohl die Stärkung der Widerstandskraft des Organismus gegenüber Erkältungskrankheiten. Außerdem wirken die Inhaltsstoffe des Sonnenhutes narbenbildend und werden z. B. zur Behandlung von Schwangerschaftsstreifen und Akne angewendet. 

Man nutzt dafür den Wurzelstock und bereitet daraus

z. B. Tinkturen oder Salben.

Der Standort des Sonnenhuts sollte sonnig sein.



Strauchbasilikum (Ocimum kiliman. x basilicum)

Diese Basilikumart wächst, wie ihr Name schon verrät strauchartig. Sie verzweigt sich also reichlich und gibt daher auch eine etwas größere Ernte als andere Arten ab.

Obwohl der Basilikum aus den heißen Gebieten Asiens stammt, gedeiht besonders diese Art in der frostfreien Zeit ausgezeichnet auch in unseren Breiten. Hierbei gilt: Je sonniger der Standort, umso besser.

Zum Überwintern schneidet man für neue Pflänzchen am besten Stecklinge mit ca. drei Blattpaaren, die ganz einfach im Wasserglas bewurzeln.

Der Basilikum ist nicht nur ein häufig verwendetes Küchengewürz, er verfügt auch über Heilkräfte. Das mild scharfe Kraut vermag die Bauchorgane zu erwärmen und zu entkrampfen. Es wirkt nervenstärkend, verdauungsfördernd, blähungswidrig und magenstärkend.



Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Auch als Leberklette oder Sängerkraut bekannt, verrät diese Pflanze, in diesen beiden, aus dem Volksmund stammenden Namen, schon einen Teil ihrer Heilkraft.

Als Teekraut vermag es das Blut und den Darm zu reinigen und damit die Leber zu entlasten.


Gurgeln mit Odermennigtee hilft bei Heiserkeit und strafft außerdem die Stimmbänder. Ähnlich wie der Grüntee stärkt Odermennig das Immunsystem.


Diese Pflanze wächst auf eher mageren und kalkreichen Böden, liebt Sonne und kommt aber auch mit einem halbschattigen Platz zurecht.